Die Beckschulte Verfahrenstechnik GmbH hat Ihre Geschäftstätigkeit aufgegeben.
Wir von der BEWO Engineering GmbH haben das Know-How und das Ersatzteilgeschäft von Beckschulte Verfahrenstechnik GmbH übernommen und möchten Ihnen gern weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.
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"Unsere
fortschrittlichen Ideen sind nicht
aus der Luft gegriffen" |
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Für
zwei Tunnelvortriebsmaschinen der Firma Herrenknecht, Schwanau,
hat Beckschulte die pneumatische
Vollstromförderung mit einem neu entwickelten Wechseldruck-behältersystem
WDB erfolgreich eingesetzt. Für
das Tunnelbauprojekt bei Guadarrama (bei Madrid) sind zwei 180
m lange Vortriebmaschinen im Einsatz. Diese wandernden Fabriken
werden mit Betonteilen, Wasser, Mörtel, Luft und Elektrizität
versorgt und scheiden einen Strom von zerhacktem Gestein aus.
Unmittelbar im Anschluss an den Bohrvorgang wird der Tunnel im
Schutz des Schilds einschalig mit Stahlbetontübbingen ringweise
ausgebaut. Mit Vakuumsaugplatten werden die Fertigteile von einem
fernbedienten Kran (Erektor) des Nachläufers angehoben und nacheinander
passgenau versetzt. Danach werden sie miteinander verbunden.
Mit den Vortriebspressen, die sich gegen die fertigen Tunnelringe
stützen, wird der Schild soweit vorwärts bewegt, dass ein weiterer
Tunnelring eingebaut werden kann. Während der Vorwärtsbewegung
der Vortriebsmaschine wird der etwa 15 cm breite Ringspalt
zwischen Erdreich und Tunnelausbau mit Zementmörtel verpresst.
Das verhindert nicht nur das Eindringen von Grundwasser und Erdreich,
sondern stabilisiert auch den Boden über dem Tunnel. Der
hierfür notwendige Trockenmörtel wird Vorort mit Wasser gemischt
und in den Zwischenraum gepumpt. Der Trockenmörtel wird mit von
Beckschulte Verfahrenstechnik speziell entwickelten Wechseldruckbehältern
WDB über eine Gleisanlage zum Ende der Bohranlage
transportiert. Wegen der engen Platzverhältnisse in der Vortriebmaschine
wird der Trockenmörtel die letzten 80 m pneumatisch in einen
über dem Mischer angeordneten Empfangsbehälter gefördert. Die
leeren Wechseldruckbehälter werden Übertage von einer Siloanlage
über Beladegarnituren wieder befüllt. Seine Außenmaße (Ø 1.300 mm,
l = 4.000 mm, VLeer = 5,0 m³,
VNutz = 4,2 m³) wurden den
knappen Platzverhältnissen in der Bohranlage angepasst. Der liegend
ausgeführte WDB ist mit einer Fluidisiereinrichtung
System Hermanns ausgerüstet. Diese Austragshilfe stellt
sicher, dass das Material bei dem nur 15 ° geneigten Druckbehälter
kontinuierlich ausgetragen wird. Ist
der WDB von der Transportlore auf ein Lagergestell versetzt worden,
wird er über eine manuelle Andockvorrichtung mit dem Materialaufgabeschuh
der pneumatischen Förderanlage verbunden. Nun wird vom Bedienmann
der automatische Entleerprozess gestartet. Mit einer Förderleistung
von 18 t/h wird der Trockenmörtel ohne jede Zusatzluft durch
eine Förderleitung DN80 bei einem Förderdruck von ca. 2,1 bar
gefördert. Eine förderdruckabhängige Materialzuführung in die
Förderleitung stellt eine optimale Materialbeladung sicher. Hierdurch
werden Verstopfer, auch bei wechselnden Materialeigenschaften
(Korngröße, Schüttgewicht), verhindert. Dies garantiert ein Höchstmaß
an Betriebssicherheit. Der
Empfangsbehälter - er nimmt eine komplette Charge von 4,2 t
auf - ist ebenfalls mit einer Austragshilfe ausgerüstet. Diese
stellt sicher, dass der Durchlaufmischer kontinuierlich mit den
9 m³/h Trockenmörtel versorgt wird. Das mit Wasser gemischte
Material wird über einen Vorlagebehälter mit Rührwerk den Pumpen
zugeführt. Das
Tunnelprojekt wird ca. 3 Jahre dauern. Während dieser Zeit wird
die Anlage im 3-Schichtbetrieb gefahren. Für den Transport des
Trockenmörtels sind bei fortschreitender Tunnellänge bis zu 20
WDB's je Röhre im Einsatz.
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